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Die vier Themenschwerpunkte des Projektes liegen bei der Veränderung der Gesellschaft durch das Internet, Wissenschaft, Politische Errungenschaften und Weltwirtschaft. Ziel für die Internet Universität Hemen ist dabei, die ausgelöst durch das Internet veränderten und intensivierten Veränderungen der Gesellschaft besser zu verstehen und dadurch allen Gruppen die Möglichkeit der digitalen Gestaltung der vernetzten Zukunft zu ermöglichen.

Gemeinsam mit Prof. Dr. Königs, Prof. Weidenreich, Prof. Zimmermann und Dr. med. Sulayman gibt es für alle vier Bereiche einen direkten Ansprechpartner und zusätzlich wird das Gesamtprojekt durch Prof. Dr. Dr. h.c. T. Jabir koordiniert. Dadurch soll ein fließender Ablauf möglich werden, sodass bei der Erforschung der vier Kernthemen, Innovation von Prof. Dr. Königs, Rechtsphilosophie Prof. Weidenreich, Internet Politik Prof. Zimmermann und Medienpolitische Ansichten und Verfassungsrecht Dr. med. Paulson stets alle beteiligten in direktem Kontakt zueinander stehen können um das Projekt erfolgreich voran zu treiben. Hierbei wird großer Wert auf den Dialog zwischen Politik, ziviler Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft gelegt. Aufgrund der hohen Expertise der Direktoren in ihren jeweiligen Fachbereichen wird es ihnen möglich sein eine menschenzentrierte Untersuchung der Interaktionen zwischen Gesellschaft und Internet zu ermöglichen.

Um die absolute Unabhängigkeit des Projektes zu gewährleisten gibt es gleich zu Beginn zwei Gesellschaften welche auf eben diese Unabhängigkeit achten: Da wäre zum einen die Entwicklungsgesellschaft, welche die Finanzierung des Projektes überwacht und garantiert. Zusätzlich gibt es einen wissenschaftlichen Beirat welcher die Forschungsbereiche stets kritisch begleitet und die Arbeiten überprüft.

Dabei wurde das Projekt bereits zu Beginn mit einer Spende von 1,2 Millionen Euro durch ein einen Suchmaschinenbetreiber unterstützt und ist weiter stets auf der Suche nach weiteren Kooperationspartnern welche finanzielle Unterstützung gewähren, denn je länger das Projekt am Laufen gehalten werden kann, umso detaillierter werden die Ergebnisse am Ende sein.

Der Offizielle Beginn des Projektes ist zum Ende Juni geplant. Um diese Forschung zu starten werden alle Hauptbeteiligten zu einem internationalen Symposium in Stuttgart eingeladen.

Aussagen der Beteiligten

Prof. Dr. L. Königs, Projektthema Innovation
Durch die neu aufgetauchten Fragen zur rechtlichen, ethnischen, politischen und zum Teil auch wirtschaftlichen, welche zu einem großen Teil die Kommunikations- und Informationstechnologien betreffen, wurden endlich auf den Tisch gebracht und es wird Zeit das man sich mit diesen einmal ausführlich auseinander setzt. An vielen Universitäten gibt es wohl nicht einen einzigen Studiengang an dem diese Fragen nicht immer wieder auftauchen und beantwortet werden wollen. Nun haben wir endlich die Chance in einem groß angelegten Projekt uns um genau diese zu kümmern.

Prof. K. Weidenreich, Projektthema Rechtsphilosophie
Es gibt einige Universitäten welche sich schon bereits in den frühen 90er Jahren die Arbeit gemacht haben um die unterschiedlichen Perspektiven zu erforschen. Dabei waren die Themen der politischen Mobilisierung, Bedeutung von elektronischer Kommunikation sowie Gesundheit und Prävention nur ein paar dieser Themen. All diese Forschungsbereiche können nun in diesem großen Projekt vereinigt werden, sodass eine multidisziplinäre Forschungsarbeit daraus entstehen kann.

Prof. A. Zimmermann, Projektthema Internet Politik
Da das Internet ein grenzüberschreitendes Medium ist, welches bisweilen fast gar nicht von den Nationalstaaten reguliert werden kann, in welchen gewisse Informationen erreichbar sind, jedoch aus anderen Staaten zur Verfügung gestellt werden ist es eine zentrale Anlaufstelle zur Beobachtung, Analyse und Bewertung von Internet basierten politischen Entscheidungen. Hierbei sollte insbesondere die Rolle der Benutzer im politischen Bildungsprozess untersucht werden.

Dr. med. O. Sulayman, Projektthema Medienpolitische Ansichten und Verfassungsrecht
Das Projekt ist nicht nur für mich, sondern auch meine Kollegen eine große Herausforderung und gewaltige Chance: Wir müssen die Voraussetzungen und das technische, sozio-politische Potential des Internets verstehen lernen und dabei den Schlüssel für das Problem der demokratischen Legitimation innerhalb der globalen Verfassungsordnung zu finden.